Foto: Sebastian Bauers
27
Mai, 2019
Hochzeit

Mein erstes Live-Konzert.
Ein Rückblick auf einen Abend, den ich nie vergessen werde.

Liebe Leserin, liebe Leser… ich freue mich sehr, diesen Artikel schreiben zu können. Einen Artikel über mein erstes Konzert.

Denn das heißt gleichzeitig, dass ich es geschafft habe, über die letzten 2 Jahre eine Gruppe von Menschen für mich, meine Musik und meinen Weg zu begeistern. Es heißt gleichzeitig, dass ich jetzt mit einem Lächeln am Flughafen sitze, diese Zeilen schreibe, in der Gewissheit, dass dieser Abend Wirklichkeit ist. Eine Erinnerung, die mir und denjenigen, die da waren, niemand nehmen kann.

Ich schreibe diesen Artikel für alle, die nicht dabei sein konnten, aber auch für diejenigen, die diesen Abend noch einmal aus meiner Perspektive Revue passieren lassen möchten. 
Bevor ich damit jedoch anfange, möchte ich eines ganz deutlich machen. Ich bin zwar die Person, die im Rampenlicht stand, jedoch wäre dieser Abend ohne die folgenden Personen niemals in diesem Rahmen umsetzbar gewesen wäre:

Karen und Mike, die Inhaber des Altstadthofes – Ihr habt den Rahmen gebaut, mir den Altstadthof als Lokation für mein erstes Konzert zur Verfügung gestellt und so viel hinter den Kulissen geregelt und damit überhaupt erst die Grundlage und Möglichkeit für diesen wundervollen Abend geschaffen.

Rob Hempel – Deine Expertise auf dem Gebiet der Veranstaltungsorganisation war sowas von hilfreich. Danke für die Moderation, Deinen Rat und Deinen Einsatz.

Fabian Schikorr (Cubeentertainment) – Fabian hat für diesen Abend die Technik und Bühne gestellt und gebaut und ebenso das Licht und dessen Steuerung übernommen. Es ist ein wundervolles Geschenk mit einem langjährigen Freund wie Dir zusammen so etwas auf die Beine zu stellen. PS. Für alle, die auf der Suche nach einem Technikverleih sind, kann ich „Cubeentertainment“ ausnahmslos(!) empfehlen. Ich lege meine Hand dafür ins Feuer, dass das was mit Fabian abgesprochen ist genau so umgesetzt wird. In einem Wort: „Professionell“.

Hannes Lübke – Der Mann für den Ton. Der Mann vom NDR. Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich Dich vor kurzem kennenlernen konnte. Für jedes zukünftige Event kannst Du sicher sein, dass Du meine erste Adresse bist.

Christopher Boehme – Meine „Vorgruppe. Oder, viel schöner formuliert – Ein 18-Jähriger Typ, der dem Publikum sehr, sehr erfolgreich eingeheizt hat. Ich bin sehr froh, Dich dabei gehabt zu haben. Du hast einen wunderbaren Job gemacht, Christopher! :‘)

Das ist nur ein kleiner Teil. Es waren so viele Helfer involviert… Das Catering; alle Läden, die meine Plakate aufgehängt haben, um mich somit zu unterstützen.

Und zum Schluss die Wichtigsten: Ihr.

Ohne Euch hätte rein gar nichts stattgefunden. 

Foto: Sebastian Bauers
Vor zwei Jahren, wäre jede/r Einzelne fremd gewesen. Am Samstag spielte ich ein Konzert inmitten von Freunden & guten Bekannten.
Es war ein wunderbares Gefühl, zu beobachten, wie sich der „Altstadthof Wismar“ mit Menschen füllt, zu denen man in 90% der Fälle eine Verbindung hat. Die einen habe ich am schönsten Tag Ihres Lebens musikalisch begleitet, bei wieder anderen habe ich das ein oder andere Wohnzimmerkonzert gespielt und mit den anderen habe ich bis um 6 Uhr morgens in der Rostocker Innenstadt gesessen und einen wundervollen Abend gehabt.
Fotos: Sebastian Bauers

Ich schaue also oben aus dem Fenster meines Backstage-Bereiches in den Hof… und irgendwie bin ich nicht aufgeregt. Jedenfalls nicht so, wie ich es kenne. Nein. Es ist eher, als würde die Freude nur wenig Platz für Nervosität lassen, und das, obwohl ich diesmal etwas vollkommen neues präsentieren werde: Anstelle von einer Gitarre stehen nun plötzlich ein E-Piano, ein E-Bass, ein Drum-Pad zusätzlich zur gewohnten Gitarre auf der Bühne. Das ist dann doch wieder aufregend. Das erste Mal ist immer aufregend.

Ich gebe noch kurz ein Interview für „WismarFm“, DEN regionalen Radiosender (, welcher mich übrigens allzeit großartig unterstützt, wo es möglich ist), während Christopher Boehme dem Publikum mit seinen eigenen Songs einheizt (was der erst 18-Jährige übrigens ganz, ganz klasse gemacht hat!)

Die Zeit fliegt. Monatelange Vorbereitung und alles ziemlich „für die Katz“, wenn wir, das wunderbare Team um mich herum und ich, in den jetzt angebrochenen zwei Stunden nicht abliefern.

Christopher ist fertig. Glücklich kommt er hoch, wir gratulieren zu seinem tollen Auftritt.

Jetzt noch 10 Minuten. Der Countdown läuft. Und ich, ich habe so Lust auf diese, nein, auf meine Bühne zu gehen. 


Über 200 Augen auf mich gerichtet – Showtime.

Es ist vom gemütlichen Publikumsplatz aus immer so einfach zu beurteilen, was man anders machen würde, wenn man selbst auf der Bühne stehen, oder in meinem Fall sitzen, würde. Dann steht man plötzlich selbst dort und alle Worte kommen anders. Nicht perfekt, aber ehrlich. Eines möchte ich übrigens hier einmal zwischen die Zeilen werfen: Ich finde es so großartig, dass ich das Gefühl habe, dass Ihr keine Perfektion von mir erwartet. Vielmehr habe ich das Gefühl, dass Euch mein Weg gefällt. Ich finde die Beziehung zu Euch wirklich sehr gesund und wunderbar. Lieber wenige, tiefe Beziehungen, als viele, oberflächliche, oder was meint Ihr?

 

Fotos: Sebastian Bauers

Das erste Lied ist vorbei, das Publikum ist begeistert, ich bin erleichtert. Und während die übrige Zeit des Konzertes rast, habe ich Spaß wie nie zuvor. Ich bin in meinem Element und kann es kaum erwarten, dem Publikum den nächsten neuen Song zu zeigen, denn davon habe ich am Konzertabend ebenfalls einige gespielt.
Falls Du den Abend gern noch einmal Revue passieren lassen möchtest oder ihn überhaupt einmal sehen möchtest: Ein kompletter Live-Mitschnitt mit insgesamt 4 Kameraperspektiven ist in der Bearbeitung und wird demnächst bei mir auf dem Schreibtisch landen.

Fotos: Sebastian Bauers

Es wird spät, die Sonne verschwindet und das Licht der Bühne kommt erst jetzt richtig zur Geltung. Am liebsten, würde ich nur noch Konzerte im Dunkeln spielen. Aber nicht nur die Bühne leuchtet, sondern auch die winkenden Taschenlampen der Handy’s – Premiere. Es war wundervoll und ein kleines Märchen, versteckt in einem Hinterhof Wismars.

Fotos: Sebastian Bauers

Ein Tage später nun schaue ich zurück auf einen wundervollen Abend. Wahrscheinlich DEN Abend meines jungen Musiker- Daseins. Es war so viel Harmonie, so viel Nettigkeit, so viel Wärme und so viel Magie in diesem Raum zwischen all denjenigen die da waren – zwischen mir und Euch (auch untereinander) – zu spüren.

Wenn man sich das Leben bildlich vorstellt, ist es keine Linie. Es ist eher ein Kreidestrich:
Geht man ganz nah ran, sieht man, dass er eigentlich aus ganz vielen kleinen Punkten besteht – eine Aneinanderreihung von Momenten und Augenblicken, die im Gesamten das Leben ergeben.
Dieser Abend mit Euch war für mich ein ganz wichtiger Kreidepunkt in meinem Leben und ich bin Euch, und damit jeder/m Einzelnen, so dankbar, dass Ihr für mich gekommen seid.

Victor

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